What I always say is this: If God raised Jesus Christ from the dead, everything else is basically rock’n’roll, i’n’it? | Ich sage immer: Wenn Gott Jesus Christus von den Toten auferweckt hat, dann ist alles andere im Grunde genommen Rock’n’Roll, nicht wahr?

Zitat aus einer Unterhaltung des Theologen und ehemaligen anglikanischen Bischofs von Durham N. T. Wright mit einem Taxifahrer über die Frauenordination. Das Zitat stammt vom Taxifahrer … (Übersetzung: T. L.)

Seine Macht muss in der Stille liegen. Sein Schweigen scheint mir unerbittlich gegen das Schweigen der Welt. Seine Stille ist gnadenlos gegen den Tod. Sie bringt das Nichts zum Bersten. Sein Schlachtfeld kennt keinen Lärm, denn es ist immer das Schweigen, der Tod, die Gräber und das Nichts. Und wir haben ihn nicht mit Schwertern in die Unterwelt ziehen sehen und mit wehenden Fahnen und Geschrei, sondern mit geschlossenen Augen, bleichem Mund und ohne Herzschlag. Gott untergräbt die Stille. Es muss eine Macht darin liegen, die ich nicht verstehe.

Esther Maria Magnis: Gott braucht dich nicht. Eine Bekehrung

Wer beginnt, “Ich” zu sagen, der hat die unsichtbare Welt schon betreten, weil wir alle keine Beweise für uns haben. Weil wir uns alle still und heimlich darauf verlassen, wirklich zu sein. Weil wir im Respekt vor diesem unbeweisbaren Geheimnis unserer Existenz sogar von einer Würde sprechen. Sichtbar ist die nicht. Es ist eine Annahme. Ein Glaube.

Esther Maria Magnis: Gott braucht dich nicht. Eine Bekehrung

Nicht ‘hoffentlich’. Nicht ‘möglicherweise’ oder ‘wenn alles gut geht’. Sondern ‘Amen’! ‘Amen’ hinein ins Dunkel! In Angst und Zweifel wage ich es, einen weiteren Schritt zu gehen. Nicht weil ich verstünde, nicht weil ich mich sicher wähnte, nicht weil der Glaube es irgendwie leichter machte. Sondern weil ich inmitten der Finsternis eine Tiefe liebevoll der anderen zurufen höre, und mein Herz schreit es hinaus als Antwort auf das Geheimnis des Glaubens: ‘Amen!’

Ben Myers (Übersetzung: T. L.)

Sorge kann nur durch Sorge geheilt werden. Die Sorge um das Viele wird dadurch gesund, dass an ihre Stelle die rechte Sorge tritt: nämlich die Sorge um das “eine, was not ist”. Das ist die Homöopathie der göttlichen Heilungen.

Helmut Thielicke: Das Leben kann noch einmal beginnen. Ein Gang durch die Bergpredigt

Könnte Theologie nicht eine Luxusbeschäftigung, könnten wir mit ihr nicht auf der Flucht vor dem lebendigen Gott begriffen sein? Könnte ein so problematischer Theologe wie Albert Schweitzer nicht – immer gerade vom Gegenstand der Theologie her gesehen – das bessere Teil erwählt haben, und mit ihm die ersten Besten, die da und dort ohne alle theologische Besinnung versucht haben, Wunden zu heilen, Hungrige zu speisen, Durstige zu tränken, elternlosen Kindern eine Heimat zu bereiten?

Karl Barth: Einführung in die evangelische Theologie

Herrnhuter Losungen: Neues zur Losungs-App

Von der offiziellen Losungs-App für Android und iOS gibt es erfreuliche Neuigkeiten zu vermelden.

Herrnhuter Losungen - Android-AppDie zum neuen Jahr von der Herrnhuter Brüdergemeine veröffentlichte Smartphone-Anwendung für die Herrnhuter Losungen wurde von den Nutzern – um es vorsichtig zu formulieren – nicht gerade wohlwollend aufgenommen. Über die Hintergründe hatte ich vor einigen Wochen bereits einen Artikel geschrieben.

Nachdem die App z.B. auf Google Play mit Hunderten überwiegend äußerst negativer Bewertungen überzogen worden war, hat man sich in Herrnhut jetzt dazu entschlossen, Losungswort und Lehrtext künftig (als möglicher Termin wird Ostern 2014 genannt) wieder frei verfügbar zu machen. Dies wurde heute in einer E-Mail von Pfarrer Michael Salewski bekanntgegeben, der für den Support der Losungs-App zuständig ist.

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Der Blick nach vorn

Am Ende des Jahres blicke ich zurück. Neben vielem Guten, Schönen, Bereichernden, neben Freude und Glück, gibt es auch viele lose Fäden und offene Fragen, Hadern und Bedauern, Schmerz und Trauer. Ich bin schuldig geworden an anderen. Andere sind schuldig geworden an mir. Manches davon ist vergeben. Und manches wartet noch darauf, endlich in Gottes gnädige Gegenwart gebracht zu werden.

Caspar David Friedrich:

Caspar David Friedrich:
“Der Wanderer über dem Nebelmeer” (1818)

Vor einem guten Jahr habe ich versucht, in einem Lied, das sich am Vaterunser entlangbewegt, lose Fäden und Fragezeichen, Schuld und Scherben, Lebenshunger und Lebensdurst zusammenzutragen und vor Gott zu bringen. Vor den, der mit all dem Unvollkommenen und mit allem Kaputten etwas anzufangen und auch damit noch sein Reich zu bauen weiß.

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An seiner Krippe

Rembrandt:

Rembrandt: “Beschneidung Christi” (1661)

Es gibt wohl kaum ein schöneres, reicheres, anrührenderes Lied zum Wunder und Geheimnis der Weihnacht als “Ich steh an deiner Krippen hier” mit dem Text von Paul Gerhardt und in der Vertonung von Johann Sebastian Bach (die wiederum auf eine Melodie Martin Luthers zurückgeht).

Ob es Dir wohl auch so geht? Jedes Jahr aufs Neue bin ich tief bewegt von der Botschaft, die hier in nahezu jedem Wort verborgen und zugleich offen zutage liegt. Noch nie habe ich es geschafft, beim Singen oder Hören dieses Liedes nicht die eine oder andere Träne zu verkneifen oder einfach frei fließen zu lassen. Jedes Mal waren und sind es Tränen der Trauer und Tränen des Glücks, Tränen der Scham und Tränen der Befreiung. Oft kann ich sie nicht voneinander unterscheiden, so komprimiert kommt in diesen Zeilen und in der Melodie selbst zum Ausdruck, wovon unser Leben allzu oft geprägt ist – vor allem aber, wovon es geprägt sein sollte und nach und nach schon jetzt geprägt sein darf.

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Ein Gott, der mich sieht

“Du bist ein Gott, der mich sieht.” (1. Mose 16,13)

Auge

© Torsten Lohse / PIXELIO

Mit Statusmeldungen auf Facebook, Blogeinträgen etc. wollen wir oftmals nicht nur Informationen weitergeben, sondern gesehen werden.

Ich bilde da keine Ausnahme. Gesehen, wahrgenommen zu werden, ist unabdingbare Lebensgrundlage eines jeden Menschen. Wir existieren nicht aus und für uns selbst. Ganz werden wir erst in der Begegnung mit dem anderen. Einen Menschen nicht anzusehen bedeutet daher ansatzweise immer schon, ihm sein Leben streitig zu machen.

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