Mute Math werden am 18. August ihr neues Album “Armistice” veröffentlichen.
Wer die Band kennt, dem muß ich wohl nicht erst erklären, daß sich ihr Name innerhalb wie jenseits der “christlichen Musikszene” anschickt, zum Synonym für innovative Rockmusik vom Feinsten zu werden.
Im folgenden mit “Spotlight” ein Vorgeschmack aufs neue Album und ein erster Eindruck für alle, denen Mute Math bislang entgangen ist.
Wir Europäer haben ja hin und wieder die Neigung, Amerikanern Oberflächlichkeit, Naivität und mangelhafte Kritikfähigkeit nachzusagen. Das gilt auch für Christen. Manches, was irgendwie neumodisch erscheint und uns aus irgendeinem Grund nicht gefällt, stellen wir vorsorglich unter den Verdacht, aus den USA importiert worden zu sein.
Tatsächlich stammt ein Großteil unserer eigenen modernen Worship-Kultur, die von uns selbst beileibe nicht immer kritisch betrachtet wird, entweder direkt aus den USA, oder aber kann man sie auf dem Umweg über Großbritannien und Australien auf dieses Herkunftsland zurückführen. Da ist es vielleicht ganz ratsam, auch einmal solche Stimmen aus den USA zu Wort kommen zu lassen, die – entgegen des beliebten Vorurteils – durchaus kritikfähig sind und auch uns Gewichtiges zu sagen haben:
Michael Spencer hat mir die freundliche Erlaubnis erteilt, einen seiner letzten Blogartikel ins Deutsche zu übersetzen und hier zu veröffentlichen. Die Übersetzung ist so Pi mal Daumen und noch deutlich vom Südstaaten-Lokalkolorit gekennzeichnet, aber ich denke, die Intention wird klar und paßt wunderbar auf hiesige Verhältnisse.
Tags: iMonk, Lobpreis, Michael Spencer, Worship
Jahaaa, hier hat lange Funkstille geherrscht – eigentlich genau das Gegenteil dessen, was ich mir für theolobias.de vorgenommen habe. Aber das Studium und andere wichtige und weniger wichtige Dinge des Lebens fordern ihren Tribut, und so komme ich erst jetzt wieder ein bißchen zum Bloggen.
Ich kann nicht garantieren, daß es nicht wieder den ein oder anderen Leerlauf geben wird – aber ich bemühe mich, in Zukunft weniger lange Pausen einzulegen.
Tags: Funkstille
Ein sehr schönes fiktives Gottesdienst-Protokoll hat Günter J. Matthia verfaßt.
Wie es Herrn K. wohl stattdessen in einem ganz gewöhnlichen landeskirchlichen Gottesdienst ergangen wäre? Immerhin: in einen Hauskreis hätte ihn dort wohl keiner eingeladen …
Hier gibt es das folgende Referat als PDF-Download.
I. Biographisches
„Niemand hat so nachhaltig wie er den theologischen Nachwuchs beeinflußt und auf Jahrzehnte hinaus geprägt“[1], lautet das Urteil des Greifswalder Theologieprofessors Johannes Haußleiter direkt nach dem Tod Adolf Stoeckers, der als gleichermaßen bedeutende wie schillernde Gestalt des Protestantismus und der protestantischen Politik des 19. Jahrhunderts betrachtet werden muß.
Noch Jahrzehnte später nennt ihn der württembergische Landesbischof Theophil Wurm einen „der größten Männer, die der evangelischen Kirche und dem deutschen Volk geschenkt worden sind“[2], um wehmütig anzuschließen: „Die evangelische Kirche hat einen Stoecker unausgenutzt und unverstanden ziehen und sterben lassen. Das ist ihre große Schuld, die sie in der Zeit des äußeren Glücks des deutschen Volkes auf sich geladen hat und die sie teilt mit dem deutschen Kaiserhaus und mit dem deutschen Bürgertum, die sich gerächt hat durch den Sturz in die Tiefe, der 1914 begonnen und 1945 geendet hat.“[3]
Am 11. Dezember 1835 (ältere Quellen nennen durchweg den 12. Dezember desselben Jahres) wird Adolf Stoecker im sachsen-anhaltinischen Halberstadt als Sohn eines gelernten Schmiedes und späteren Gefängnisinspektors geboren. In Stoeckers Jugend verbindet sich die Welt des Militärs mit Luthers Kleinem Katechismus, dem Gehorsam gegen Gottes Gebote und der treuen Pflichterfüllung gegen das Herrscherhaus von Hohenzollern. Als Gymnasiast verkehrt er im Hause des Geheimen Justizrats Krüger, wo er mit der Erweckungsbewegung in Kontakt kommt und seine spätere Ehefrau Anna, die Tochter Krügers, kennenlernt, die er am 22. Mai 1867 heiratet. Über seine christliche Biographie sagt Stoecker später: „So tief bin ich damals in die Lebensmacht des Christentums hineingeführt, daß ich von da ab niemals wieder ernstlich in Zweifel oder Anfechtung des Glaubens gefallen bin.“[4]
Tags: Adolf Stoecker, Referat, Studium
Meine Herren (und Damen) …! Da hatte ich mir zum neuen Jahr für theolobias.de so viel vorgenommen – und dann haben mir gleich mehrere Umstände einen Strich durch die Rechnung gemacht:
Ganz grundsätzlich habe ich in den vergangenen Wochen unter akutem Zeitmangel gelitten, dann gab es massiven Ärger mit meinem Notebook (warum eigentlich schaffen es selbst bekannte Hersteller nicht, funktionierende Treiber für ihrer Hardware anzubieten?) – und obendrein wollte ich erst einmal noch ein paar Umstellungen an meiner WordPress-Installation vornehmen (Stichwort Sicherheit und Performance).
Zumindest die letzten zwei Probleme scheinen jetzt behoben, so daß ich endlich meinen Vorsatz für 2009, theolobias.de weiter zu einem interessanten Blog auszubauen, nachkommen kann.
Den Anfang mache ich gleich. Dabei habe ich mir gedacht: warum eigentlich im Studium ständig Texte schreiben, die dann in der Versenkung verschwinden, obwohl sie doch auch für ein breiteres Publikum von Interesse sein könnten? Also werde ich künftig nach und nach auch ein paar Referate, Exzerpte, Seminararbeiten etc. als Blogartikel veröffentlichen und als PDF zur Verfügung stellen. Los geht’s im nächsten Artikel mit einem kürzlich in einem Kirchengeschichts-Seminar gehaltenen Referat über Adolf Stoecker.
Und so wird’s dann hoffentlich auch bald mit der Reihe zur “Theologie der Mission” (siehe hier und hier) weitergehen. Autsch, der Spruch entwickelt sich so langsam zum Running Gag …
Tags: Studium, theolobias.de

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