Nein, ich habe eigentlich – bis auf die bereits behandelte Schieflage bei der Schwerpunktsetzung – nicht grundsätzlich etwas gegen den Evangelischen Pressedienst (epd).
Aber es versetzt mich schon in Erstaunen, daß eine Nachrichtenagentur, die wenigstens evangelischerseits Vorreiter in Sachen Meinungsbildung sein möchte, derart beratungsresistent sein kann.
Seit Monaten verteilt der epd seine RSS-Feeds beinahe permanent mit toten Links – die Fehlermeldungen werden regelmäßig nach folgendem Muster ausgegeben:
Not Found
The requested URL /nachrichten/nachrichten_index_57936.html was not found on this server.
Apache/1.3.34 Server at epd.de Port 80
Ich weiß, ich hätte auch was besseres zu tun, dennoch habe ich es mir nicht nehmen lassen, zweimal eine kurze eMail an die Zentralredaktion zu schicken, verbunden mit der Bitte, diesen Mißstand zu beheben. Eine davon wurde beantwortet, die andere nicht. Das Ergebnis war allerdings in beiden Fällen das gleiche: es tat sich nämlich original gar nix.
Auch heute schon wieder drei Meldungen, die ins Internet-Nirvana führen (Stand: 10:16 Uhr):
Projekt “Stolpersteine” erstmals auch in Tschechien und Polen
Diakonie-Präsident bedauert Misshandlungsfälle in Erziehungsheimen
Waldenser-Theologe Ricca erhält Predigtpreis für sein Lebenswerk
Nach einigen Stunden Wartens werden die Feed-URLs dann meistens korrigiert und führen auf den gewünschten Artikel. Angesichts dieses Umstandes fürchte ich allerdings, daß man beim epd das Prinzip eines RSS-Feeds nicht ganz begriffen hat und einfach noch nicht im Internetzeitalter angekommen ist.
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