Am Samstag war es so weit: die vier Schwabenpunkrocker von Freequency haben ihren zweiten Longplayer veröffentlicht.
Schon vor zwei Monaten hatte ich die Ehre, die Jungs für ein paar Songs mit Backing-Vocals zu unterstützen (siehe hier meinen Bericht dazu), und war bei den ersten Hörproben recht gespannt auf das Gesamtergebnis.
Das kann sich nun mehr als sehen oder vielmehr hören lassen!
“Up for a game, mate?”, so der Titel des neuen Silberlings, ist – so viel sei schon jetzt gesagt – ein echter musikalischer Fortschritt im Vergleich zum bereits durchaus gelungenen Debüt “Grab the bunny and run”.
Mit 11 Titeln und knapp 40 Minuten Spieldauer währt das Hörvergnügen zwar recht kurz, aber die Replay-Taste ist schnell gefunden, so kurzweilig und abwechslungsreich gestalten sich die Tracks.
Beginnend mit der grandiosen Up-Tempo-Nummer “Where would I be”, in deren Lyrics Psalm 139 verarbeitet ist, erwartet den Hörer eine Mischung aus dem vertrauten Freeqency-Rocksound mit Punkattitüde (‘My house is still yours”, “Uphill run”), straightem melodischem Mainstream à la ‘Sanctus Real’ (“Here we go”, “Turn off the stars”) und wunderbaren Balladen. Bei letzteren sei vor allem der Schlußtitel “Candles and rain” erwähnt: wie einfach bewegende Musik doch gehen kann! Nur Gitarre und Gesang, eine sagenhaft sanft-melancholische Melodie und die wunderbar tiefsinnige Refrain-Zeile “And I am the one who holds the candle in the heavy pouring rain – and the flame will never fade out, cause the light is still the same.”
Das damit angesprochene nie verlöschende Licht – Jesus Christus -, scheint hie und da im gesamten Album auf: mal hell erstrahlend wie in “Who would have guessed” (ein Plädoyer für den WOW-Effekt des Glaubens), mal als warmer Schimmer wie in “Be there” (eine Erinnerung an Gottes Nähe) – immer authentisch, immer ‘aus der Lebensmitte’, nie unangenehm aufdringlich und dabei so selbstverständlich, daß auch ein nostalgischer Song über die gar nicht verlorene Kindheit (“Sandbox love”) daneben bestehen darf, ohne deplaziert zu wirken.
Musikalisch gesehen neu ist an “Up for a game, mate?” vor allem das deutlich gereifte Songwriting und die ausgefeilteren Arrangements. Freequency und die Produzenten Tobi Kurrle und Daniel Konold haben hier für meine Begriffe das bisher beste Album des Jahres in der christlichen Musikszene deutscher Lande geschaffen – und wir haben ja schon immerhin Oktober …! Bleibt zu hoffen, daß das auch andernorts so gesehen wird und Freequency damit ihren Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad ein Stück ausbauen können.
“Up for a game, mate?” Aber gerne!
Tags: Daniel Konold, Freequency, Tobi Kurrle, Up for a game mate?