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	<title>theolobias.de &#187; dikosss</title>
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	<description>rund um Musik, Glaube, Theologie, Zeitgeschehen &#38; mehr</description>
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		<title>Noch einmal: Ich bleibe Christ!</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 16:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theolobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinde & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Christ]]></category>
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		<description><![CDATA[Angesichts des Umstands, daß das gestern schon von mir behandelte Thema zu einer ganz angeregten Diskussion geführt hat, veröffentliche ich hier einfach noch einen weiteren von mir auf dikosss abgegebenen Kommentar, für dieses Blog leicht bearbeitet. Zunächst einmal stellt die Rede von der &#8220;Schärfe&#8221; (so auf oikosthemen zu lesen) der Betitelung von Jesus-Nachfolgern als „Christen&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><strong>Angesichts des Umstands, daß </strong><a title="Wenn Christen nicht mehr Christen sein wollen" href="http://www.theolobias.de/2008/09/27/wenn-christen-nicht-mehr-christen-sein-wollen/" target="_blank">das gestern schon von mir behandelte Thema</a><strong> zu einer ganz angeregten Diskussion geführt hat, veröffentliche ich hier einfach noch einen weiteren von mir auf </strong><a title="Christ oder was?" href="http://dikosss.wordpress.com/2008/09/26/christ-oder-was/" target="_blank">dikosss</a><strong> abgegebenen Kommentar, für dieses Blog leicht bearbeitet.</strong></p>
<p align="center"><img style="border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin: 15px 0px; border-right-width: 0px" height="206" alt="Kreuz vor Sonnenaufgang" src="http://www.theolobias.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/09/kreuz-vor-sonnenaufgang.jpg" width="254" border="0"/> </p>
<p align="justify">Zunächst einmal stellt die Rede von der &#8220;Schärfe&#8221; (so auf <a title="Begriffserkl&auml;rung - Christ oder J&uuml;nger?" href="http://oikejo.blogger.de/stories/1226166/" target="_blank">oikosthemen</a> zu lesen) der Betitelung von Jesus-Nachfolgern als „Christen&#8221; bereits eine historisch nicht ganz unproblematische Wertung dar: in Apg 11,26 und 26,28 wird der Begriff zum ersten Mal neutestamentlich erwähnt. Dabei kann man zwar in der Tat noch von einer Fremdbetitelung ausgehen, es ist aber nicht ersichtlich, daß das schon grundsätzlich abwertende oder anderweitig aggressive Momente beinhaltet &#8211; immerhin befinden wir uns hier in einer von großem Erfolg gekennzeichneten Hochphase christlicher Mission im 1. Jahrhundert! In 1. Petr 4,16 gibt es bereits einen ersten Hinweis auf die Selbstbetitelung von Jesus-Nachfolgern als Christen.</p>
<p align="justify">Ich möchte nicht unfair erscheinen &#8211; aber ich will doch ehrlicherweise zugeben, daß ich schon an diesem Punkt der auf &#8220;oikosthemen&#8221; etwas verzerrt dargestellten Begriffsgeschichte das Gefühl hatte, daß hier möglicherweise eine Art prinzipielles Opferdenken Vater des Gedanken ist. Zumindest würde ich das gerne einmal als <i>Frage</i> formulieren: kann es nicht sein, daß wir uns heimlich gerne in einer Außenseiterrolle suhlen und ein bißchen wohler fühlen, wenn wir ein klares &#8220;Feindbild&#8221; haben?  </p>
<p align="justify">Eine der häufigsten ersten Selbstbetitelungen der Jesus-Nachfolger war &#8220;Heilige&#8221; &#8211; übrigens keine neue Wortschöpfung und von daher anfällig für Verwechslungen mit Angehörigen anderer Gruppierungen (als nur ein – sehr bekanntes – Beispiel unter vielen: die Essener). Trotzdem für die ersten Christen offensichtlich zutreffend und auch trotz mangelnder Eindeutigkeit völlig ausreichend. Mehr noch: mit der Selbstbetitelung als „Heilige“ <i>identifizierten</i> sich die ersten Christen sogar mit einer zentralen <i>allgemeinmenschlichen</i> Erfahrung, der Erfahrung des Heiligen eben. Statt einen eindeutigen, abgrenzenden Begriff zur Selbstidentifizierung zu wählen, geschah eher das Gegenteil: die ersten Christen solidarisierten sich schon mit ihrer Begriffswahl mit <i>allen</i> Menschen, statt sich abzugrenzen! Das ändert nichts daran, daß sie in diesem gesamtmenschlichen Horizont das Besondere, Einmalige ihrer Botschaft verkünden konnten – allerdings eben erst von dieser <i>Solidarisierung</i> mit allen Menschen statt von einer erst zu vollziehenden <i>Abgrenzung</i> her. Woher also die Sehnsucht heute nach begrifflicher Unverwechselbarkeit? Nabelschau? Weltflucht? Mangelndes Selbstbewußtsein? Überheblichkeit? Ich lasse das einfach mal als Frage im Raum stehen.  </p>
<p align="justify">Wichtiger ist mir, wie ja in meinem ersten Kommentar bereits ausgeführt, die Wertschätzung dessen, was in unserer Gesellschaft vom Evangelium geprägt worden ist &#8211; wenn es auch in seiner Jetztgestalt oftmals nur „samenkornmäßig“ oder sogar entstellt begegnet. Warum sollten wir das einfach aufgeben, indem wir uns mit einer neuen Begriffswahl davon distanzieren und so tun, als hätten wir mit der in manchen Belangen immer noch &#8220;christlichen&#8221; Gesellschaft im Grunde nichts zu tun? Wenn die ersten Christen sich nicht zu schade waren, mit ihrer Selbstbezeichnung gerade auf das <i>Zentrum</i> der Erfahrung <i>aller</i> Menschen anzuspielen, warum sollten wir dann einen separierenden Begriff wählen &#8211; wo doch auch der Begriff des &#8220;Christen&#8221; auf etwas hinweist, was in unserer Gesellschaft, Gott sei Dank, immer noch einen nicht zu vernachlässigenden Stellenwert hat und zu so etwas wie einem Element des &#8220;kollektiven Gedächtnisses&#8221; (dazu folgende Wikipedia-Links: &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektives_Ged%C3%A4chtnis" target="_blank">Kollektives Gedächtnis</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturelles_Ged%C3%A4chtnis" target="_blank">Kulturelles Gedächtnis</a>&#8220;) geworden ist?  </p>
<p align="justify">Für uns gilt nichts anderes als damals: das Besondere und Einmalige der christlichen Botschaft bringen wir so oder so zur Sprache, wenn wir nur angemessen von dem sprechen, der ja nun einmal Namensgeber der „Christen“ ist. Wenn es so ist, daß diejenigen Menschen, die sich (trotz nur noch rudimentär oder gar nicht mehr vorhandener persönlicher Gottesbeziehung) noch als Christen bezeichnen, mit dieser Begriffswahl implizit zu verstehen geben, daß sie nach wie vor in irgendeiner noch so entstellten und unscheinbaren Art vom Evangelium geprägt sind, eine winzige Ahnung von der frohen Botschaft haben (und sei es nur, weil sie in Krisensituationen vielleicht ein Stoßgebet von sich geben) – warum um alles in der Welt sollten wir dann den Begriff „Christ“, der schon auf semantischer Ebene wie kein anderer auf Christus hinweist, angesichts seiner inflationären Anwendung angewidert von uns streifen und denen überlassen, die gar nicht wissen, welcher Schatz hinter diesem Wort verborgen liegt?  </p>
<p align="justify">Ich behaupte nicht, daß ein Begriff über Gedeih und Verderben des Evangeliums entscheidet – das haben <i>wir</i> so oder so nicht in der Hand. Aber ich meine, wir sollten nicht vorschnell und verächtlich das aufgeben, was über Jahrhunderte hinweg gewachsen ist und durchaus getaugt hat. Wie im Verlauf der Diskussion bereits festgestellt wurde: unsere Sprache verfügt über Attribute, mit denen wir sehr einfach zu verstehen geben können, was wir mit einem bestimmten Begriff meinen. Jeder andere Begriff wäre ohnehin früher oder später (und ich behaupte: früher) ähnlichen Ambivalenzen und Mißverständnissen ausgesetzt. Ich glaube auch nicht, daß ein Attribut vor dem Begriff „Christ“ ein Zweiklassen-Christen-Denken zum Ausdruck bringen muß. Mit welchem Recht und mit welcher Sicherheit darf ich denn einem anderen Menschen, der sich „Christ“ nennen möchte, dieses Wort streitig machen, wenn ich schon meinen eigenen Glauben nicht in <i>eigener</i> Hand weiß, sondern als von <i>Gott</i> geschenkten und erhaltenen begreife? Wo ein Mensch, der sich „Christ“ nennt, hinter der Bedeutung dieses Begriffs zurückbleibt, haben wir allemal die Möglichkeit, mit Attributen an die eigentliche Wortbedeutung zu erinnern – oder, besser noch: einfach auf die Begriffs-Klauberei zu verzichten und mit Jesus Christus zu <i>leben</i>, wie Dirk von dikosss in einem Kommentar so schön gesagt hat.  </p>
<p align="justify">Das wird dann selbst bekennenden Nichtchristen mit Sicherheit eher imponieren, als wenn wir uns ihnen mit „Hallo, ich bin ein <em>ganz</em> Besonderer“ o.ä. vorstellen.</p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 10px 0;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.theolobias.de%2F2008%2F09%2F28%2Fich-bleibe-christ%2F'; szt='Noch+einmal%3A+Ich+bleibe+Christ%21';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/62/83/widget_62839c1b9540c2f7322c9fec92dc0543.js"></script></div>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn Christen nicht mehr Christen sein wollen</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 09:32:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theolobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinde & Theologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf dem Blog &#8220;oikosthemen&#8221; ist vergangenen Dienstag ein Beitrag mit dem Titel &#8220;Begriffserklärung &#8211; Christ oder Jünger&#8221; erschienen. Abgesehen davon, daß ich die dort vollzogene Analyse des Begriffes &#8220;Christ&#8221; und seiner Entwicklung in der Geschichte der letzten zweitausend Jahre für unvollständig und teilweise auch problematisch halte, kann ich mit der Kernaussage des Artikels nichts anfangen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><strong>Auf dem Blog &#8220;oikosthemen&#8221; ist vergangenen Dienstag ein Beitrag mit dem Titel &#8220;</strong><a href="http://oikejo.blogger.de/stories/1226166/" target="_blank">Begriffserklärung &#8211; Christ oder Jünger</a><strong>&#8221; erschienen. Abgesehen davon, daß ich die dort vollzogene Analyse des Begriffes &#8220;Christ&#8221; und seiner Entwicklung in der Geschichte der letzten zweitausend Jahre für unvollständig und teilweise auch problematisch halte, kann ich mit der Kernaussage des Artikels nichts anfangen und lehne sie entschieden ab.</strong></p>
<p align="justify">Summa summarum heißt es dort sinngemäß &#8220;Weil sich heute so viele Menschen Christen nennen, obwohl sie gar keine Christen <em>sind</em>, kann ich mich als Nachfolger Jesu künftig nicht mehr Christ nennen.&#8221;</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify"><img style="border-right: 0px; border-top: 0px; margin: 0px 20px 15px 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="194" alt="Kreuz" src="http://www.theolobias.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/09/kreuz.jpg" width="254" align="left" border="0"/>Auf den Beitrag gestoßen bin ich durch die <a title="Christ oder was?" href="http://dikosss.wordpress.com/2008/09/26/christ-oder-was/#comment-1286" target="_blank">Verlinkung</a> auf dem Weblog &#8220;dikosss&#8221; von Dirk Koeppe, wo ich dann auch ausführlicher dargelegt habe, warum ich ein Problem mit dem oikosthemen-Artikel habe:</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify">&#8220;Ich kann diese Tendenz zur Selbstabgrenzung nicht nachvollziehen &#8211; das ist so ziemlich das Gegenteil von dem, wozu wir als Christen berufen sind. </p>
<p align="justify">Fakt ist: “Christen” nennen sich heute deshalb so viele, weil das Evangelium (!) über Jahrhunderte hinweg in die Gesellschaft hineingewirkt, Kultur und Politik maßgeblich beinflußt hat, so daß breite Bevölkerungsschichten sich aufgrund dieser Prägung als “Christen” verstehen, ohne eine persönliche Gottesbeziehung zu haben. </p>
<p align="justify">Das sollten glaubende Christen zunächst einmal als Chance verstehen, immerhin ist das ein erster Anknüpfungspunkt, an dem sie das Evangelium in seinem Kern zur Sprache bringen können und sollen. Darüber hinaus ist die Inflation des Begriffes “Christ” auch ein Anzeiger dafür, daß Gottes Wort in unserem Land und darüber hinaus tatsächlich nicht auf unfruchtbares Land gefallen ist, sondern zumindest keimt &#8211; wenn auch von viel Unkraut und schlechter Bebauung unsererseits vom Ersticken und Eingehen bedroht. Für dieses Keimen aber können wir dankbar sein &#8211; und es wäre ein Zeichen von Verachtung gegenüber dem Kleinen und Unscheinbaren, dem Zerbrechlichen und Fragmentarischen, das seinen ersten Impuls eben auch aus dem Evangelium empfangen hat. </p>
<p align="justify">Wer sich nicht mehr “Christ” schimpfen möchte, weil so viele eben nur noch eine (wenn überhaupt) leise Ahnung davon haben, was Christsein wirklich bedeutet, der rennt genau von dem Acker, auf dem er weiter den Samen auszustreuen beauftragt ist. </p>
<p align="justify">In dem Punkt haben die evangelischen Großkirchen und auch die röm.-kath. Kirche mit Recht darauf bestanden, Spuren des Evangeliums in der Gesellschaft anzuerkennen und Menschen, die davon in irgendeiner Art und Weise geprägt sind, “im weitesten Sinne” als Christen anzusprechen &#8211; optimalerweise kann das ja bedeuten: an ihre Wurzeln zu erinnern! Eben deshalb nennt man sie auch “Volkskirche”. Das verdient zunächst einmal Anerkennung &#8211; während es in manchen Freikirchen und freien Gemeinden eine gefährliche Tendenz zur Selbstabnabelung (das ist der eigentliche Sinn des Sektenbegriffes) und Selbstbeweihräucherung gibt. Das soll nicht darüber hinwegtäuschen, daß auch in den evangelischen Landeskirchen an so mancher Baustelle vieles im Argen liegt. </p>
<p align="justify">Und damit nicht sofort wieder Grabenkämpfe aufbrechen, weil sich jemand angegriffen fühlt: ich sage das als überzeugter, wenn auch an vielen Mißständen leidender Landeskirchler &#8211; der aber seine ersten zwei Jahrzehnte in einer Freikirche gelebt und geglaubt hat, der auch heute noch herzlich mit vielen Freikirchen verbunden ist und dessen Herz dort ab und an noch so manchen Freudenhüpfer vollführt.&#8221;</p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 10px 0;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.theolobias.de%2F2008%2F09%2F27%2Fwenn-christen-nicht-mehr-christen-sein-wollen%2F'; szt='Wenn+Christen+nicht+mehr+Christen+sein+wollen';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/62/83/widget_62839c1b9540c2f7322c9fec92dc0543.js"></script></div>]]></content:encoded>
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