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	<title>theolobias.de &#187; Jesus.de</title>
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	<description>rund um Musik, Glaube, Theologie, Zeitgeschehen &#38; mehr</description>
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		<title>Mein Wille geschehe?</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 17:10:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theolobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[christbook.com]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Monaten hatte ich mich dazu entschlossen, der neuen Online-Community “christbook.com” beizutreten, sozusagen einem (zumindest dem Anspruch nach) Pendant zu studiVZ oder auch Facebook für Christen. Abgesehen von der grundsätzlichen Frage, wie sinnvoll so ein Angebot angesichts bereits etablierter Möglichkeiten wie Jesus.de oder eben auch Facebook (wo “christliche” Netzwerke gut und einfach realisierbar sind) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor einigen Monaten hatte ich mich dazu entschlossen, der neuen Online-Community “</strong><strong><a title="zu christbook.com" href="http://www.christbook.com/" target="_blank">christbook.com</a></strong><strong>” beizutreten, sozusagen einem (zumindest dem Anspruch nach) Pendant zu <a title="zu studiVZ" href="http://www.studivz.net/" target="_blank">studiVZ</a> oder auch <a title="zu Facebook" href="http://de-de.facebook.com/" target="_blank">Facebook</a> für Christen.</strong></p>
<p><img title="christbook" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; margin: 10px 0px 5px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="166" alt="christbook" src="http://www.theolobias.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/01/christbook.jpg" width="644" border="0" /> </p>
<p>Abgesehen von der grundsätzlichen Frage, wie sinnvoll so ein Angebot angesichts bereits etablierter Möglichkeiten wie <a title="zu Jesus.de" href="http://www.jesus.de/" target="_blank">Jesus.de</a> oder eben auch Facebook (wo “christliche” Netzwerke gut und einfach realisierbar sind) ist, entwickelte sich der “Community”-Aspekt bei christbook.com sehr schleppend: bis heute hat die Plattform etwa 140 Mitglieder, die Konversationsdichte und der Neuigkeitswert tendieren dabei gegen Null.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Einige “Aufregung” verursachte auch der Umstand, daß einer der Leute, die als Macher hinter&#160; christbook.com stehen, ein gewisser Dr. Jack Nasher ist – bekannt ausgerechnet aus der Pro7-Sendung “The Next Uri Geller”, wo er als “Mentalist” auftrat. Ein anderer ist Daniel Langwasser, der neben christbook.com pikanterweise auch noch für eine Website für Aktphotographie verantwortlich ist. (Einen etwas ausführlicheren Artikel dazu findet man <a title="zum Artikel auf dem Blog vom pro-Medienmagazin" href="http://www.blog.pro-medienmagazin.de/2008/11/18/christliche-community-der-zauber-eines-mentalisten/" target="_blank">hier</a>.) Nun sollte man deshalb zwar nicht gleich den Teufel an die Wand malen, aber bei einem Angebot, das sich selbst als “The Christian Community” bewirbt, hinterläßt das doch zumindest Fragezeichen.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Ich hatte versucht, die Fragezeichen zur Sprache zu bringen, woraufhin sich eine eigentlich ganz angenehme Unterhaltung mit einer weiteren Betreiberin von christbook.com ergab. Es steht mir nicht zu, über den Glauben anderer Menschen, die ich zudem nur “virtuell” kenne, zu urteilen – und doch muß und will ich zugeben, daß der Ertrag dieser Unterhaltung mein Unwohlsein bestätigt und verschärft hat: was da unter “Christsein” verstanden wurde, erschien und erscheint mir äußerst dürftig bis wiederum fragwürdig; eine wirklich von der christlichen Botschaft her verstandene inhaltliche Zielsetzung von christbook.com war für mich gänzlich unerkennbar und ist es bis heute geblieben. Da kommt doch irgendwie der Verdacht auf, daß mit christbook.com über kurz oder lang nicht sehr viel mehr als kommerzielle Interessen verbunden werden sollen – auch, wenn das momentan (noch?) nicht belegbar ist. Wie gesagt, das ist nur ein Verdacht – in dem ich mich gerne korrigieren lasse.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Nachdem ich nun also einige Monate lang Mitglied bei christbook.com war, im Prinzip aber keinerlei Nutzwert davon hatte, habe ich meine Mitgliedschaft dort heute beendet. Ausschlaggebend war neben den bereits erläuterten Gründen vor allem eine Rundmail von christbook.com an seine Mitglieder mit folgendem Inhalt:</p>
<blockquote><p>“Liebe Freunde, Mitglieder und Besucher,      <br />wir möchten Euch auf diesem Wege ein frohes neues Jahr wünschen! Mögen alle Eure Wünsche und Erwartungen an 2009 in Erfüllung gehen!       <br />Herzliche Grüße und Gottes segen       <br />Euer Christbook-Team”</p>
</blockquote>
<p>&#160;</p>
<p>Vermutlich wirklich einfach nur nett und gut gemeint, aber den Satz “Mögen alle Eure Wünsche und Erwartungen an 2009 in Erfüllung gehen!” fand ich dann doch einen Tick zu blöd.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Mal ehrlich: eine solche Aussage ist doch, wenn sie ernstgemeint ist, im Kern nichts anderes als die Verkehrung der Bitte “Dein Wille geschehe” aus dem Vater Unser in “Mein Wille geschehe”. Ich habe vorhin darum kurzerhand eine eMail an das Betreiberteam von christbook.com geschrieben und unter anderem formuliert:</p>
<blockquote><p>“Ich hoffe nicht, daß alle meine Wünsche und Erwartungen an 2009 in Erfüllung gehen. Das wäre unter Umständen fatal. Ich wünsche mir, daß Gottes Wille geschieht, nicht mein Wille! Von einer &quot;christlichen&quot; Internetplattform würde ich schon ein bißchen mehr erwarten als derart platte Wünsche, die auf den ersten Blick leider befürchten lassen, daß es mit dem inhaltlichen (!) Anliegen dieser Plattform nicht zum besten bestellt ist.”</p>
</blockquote>
<p><font style="background-color: #fcfcfc"></font></p>
<p>Abgesehen von der Notwendigkeit, ergänzend zu sagen, daß unsere Wünsche und Erwartungen durchaus kompatibel sein können mit Gottes Willen, faktisch aber auch immer wieder daran vorbeigehen, würde ich mir wünschen, daß solche Impulse, auch wenn sie in meinem Fall mit der Kündigung meiner Mitgliedschaft verbunden waren, bei den Betreibern zu einem Nachdenken über Sinn und Zweck von christbook.com beitragen. Wenn das dazu führt, daß sich dieses Angebot in Zukunft weniger fragwürdig präsentiert und daß es künftig verstärkt wirklich zu einer “Christian Community” gemacht wird, wäre das begrüßenswert.</p>
<p>Andernfalls würde ich in einem Anflug von Frömmelei fragen wollen, ob christbook.com, wenn denn schon nicht “meinem Willen”, so doch wenigstens “Gottes Willen” entspricht.</p>
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