Protestanten reden über Luther – und nicht über Gott

Eine zugegebenermaßen etwas plakativ-simplizistische, aber immer noch reichlich traurig stimmende Momentaufnahme des Unternehmens Reformationsjubiläum 2017 bietet Matthias Kamann in seinem Artikel für die „Welt“:

Protestanten reden über Luther – und nicht über Gott

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Da hilft nix, als den guten Martinus selbst zu Wort kommen zu lassen:

    Zum ersten bitte ich, meinen Namen zu verschweigen und sich nicht lutherisch sondern Christen zu nennen. Was ist Luther? Ist doch die Lehre nicht mein. So bin ich auch für niemanden gekreuzigt worden. Der Apostel Paulus wollte bei den Korinthern (1. Kor 3,4f) nicht zulassen, dass sich die Christen paulinisch oder petrinisch nennen, sondern sie sollen Christen heißen. Wie käme ich armer stinkender Madensack dazu, dass man die Kinder Christi nach meinem heillosen Namen nennen sollte? Nicht also, lieben Freunde, lasst uns solche parteiischen Namen tilgen und uns Christen nennen, nach dem, dessen Lehre wir haben.

    Das Defizit in der erwähnten Runde ließe sich beheben, wenn die Diskutanten pünktlich zum Lutherjahr die Schriften Luthers durchlesen würden …

    • Das war auch mein erster Gedanke: Wenn auch nur die Hälfte der Leute, die sich da äußern, Luther etwas gründlicher lesen würden, wäre schon viel gewonnen …

Kommentar verfassen