What I always say is this: If God raised Jesus Christ from the dead, everything else is basically rock’n’roll, i’n’it? | Ich sage immer: Wenn Gott Jesus Christus von den Toten auferweckt hat, dann ist alles andere im Grunde genommen Rock’n’Roll, nicht wahr?

Zitat aus einer Unterhaltung des Theologen und ehemaligen anglikanischen Bischofs von Durham N. T. Wright mit einem Taxifahrer über die Frauenordination. Das Zitat stammt vom Taxifahrer … (Übersetzung: T. L.)

SprachlosDie Kommentare zum Artikel „Jesus und die Sprachlosigkeit“, den ich kürzlich hier veröffentlicht hatte, haben zu unbeabsichtigter, aber willkommener Erheiterung geführt (siehe den Screenshot meines Feed-Readers).

Daniel Renz hat sich drüben auf auf seinem Blog „schlunkfunk“ dieser Internet-Stilblüte angenommen und meine Gedanken gleich weitergeführt. Wie schön, wenn aus der anfänglichen Feststellung eigener Sprachlosigkeit unversehens ein Nachdenken und ein Gespräch über das (Wieder-)Finden von Worten, die angemessen und treffend von Gott erzählen, entsteht!

Hier geht’s zu Daniels Blogeintrag:

Sprachlos

Wer es gestern versäumt hat, eine Christvesper oder -mette zu besuchen, weil mal wieder der Weihnachtsbaum gebrannt hat, die Gans verkohlt ist etc., oder aber wer einen solchen Gottesdienst zwar besucht hat, in Gedanken aber doch bei Baum, Gans … hängengeblieben ist, dem sei hier die gelungene Predigt zu Heiligabend von Pfarrer und Bloggerkollege Daniel Renz zum Nachlesen ans Herz gelegt.

Er beschäftigt sich darin mit Jesu Stammbaum, wie er im ersten Kapitel des Matthäusevangeliums überliefert ist. Und der hat es – so langatmig und unspektakulär er zunächst daherkommt – in sich. So sehr, dass sich darin im Kern bereits die ganze frohe Botschaft entdecken und zur Ermutigung werden lässt:

Sagen wir doch diesem Jesus, was uns wehtut. Wer uns verletzt hat. Wo wir andere verletzt haben. Bitten wir ihn, dass er es hell macht. Heil und weit. Er hört es. Dafür ist er Mensch geworden. Ganz und gar. Mit Haut und Haaren. Er ist der Gott an unserer Seite.

Jesus – Gott an unserer Seite

An seiner Krippe

Es gibt wohl kaum ein schöneres, reicheres, anrührenderes Lied zum Wunder und Geheimnis der Weihnacht als „Ich steh an deiner Krippen hier“ mit dem Text von Paul Gerhardt und in der Vertonung von Johann Sebastian Bach (die wiederum auf eine … Weiterlesen →

Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.


Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume an: wenn sie jetzt ausschlagen und ihr seht es, so wisst ihr selber, dass jetzt der Sommer nahe ist. So auch ihr: wenn ihr seht, dass dies alles geschieht, so wisst, dass das Reich Gottes nahe ist.


Lukas 21,25-31: Die Bibel

Ehe man sich versieht, steht dann so ein junger Bursche auf der Kanzel, der einem erklärt, dass man bisher die ganze Bibel falsch verstanden hat. Jesus ist nicht gekommen, um uns von unseren Sünden zu erlösen, sondern von den Kernwaffen. Dieses schlaffe, bequeme Wir-haben-uns-alle-lieb-Christentum, das es heute gibt, ist ja so was von abscheulich! Diese Burschen stehen dann da oben und delirieren über ‚verwundbar Kirche sein‘ oder über ‚Zeitgenossenschaft bezeugende offene Kirche‘ oder über ‚Gott, der uns im anderen begegnet‘. Es ist nicht zu glauben, was man da so alles zu hören bekommt! Dieses ganze dem Zeitgeist hinterherhinkende Gewäsch. Jesus ist ‚für die Schwachen in der Gesellschaft‘ gekommen. Als bräuchten die Starken und Reichen nicht ebensogut einen Erlöser.

Maarten ‚t Hart: Die Jakobsleiter

Es ist der von der Person Jesu Christi ausgehende göttliche Geist der Freiheit, der inmitten der alten Welt auf Jesus Christus so zurückkommt, dass man mit ihm neu anfangen kann. Und das heißt zunächst und vor allem, dass man sich in seinem eigenen Lebenszusammenhang von Jesus Christus so elementar unterbrechen lässt, wie nur Gott selbst unsere Wirklichkeit zu unterbrechen vermag. Wer sich aber von Jesus Christus in seinem eigenen Lebenszusammenhang derart elementar unterbrechen und sein Leben derart neu ausrichten lässt, wie nur Gott ein Leben zu unterbrechen und neu auszurichten vermag, der beginnt, an Jesus als wahren Gott zu glauben. Und er staunt darüber.

Eberhard Jüngel: Beziehungsreich. Perspektiven des Glaubens

Das ist die größte Zusage, dass er „Amen“ sagt, „es soll geschehen“, und dabei schwört, bei seiner ewigen Treue. Daher musst du das Gebet so beginnen, dass du Gott mit seinen eigenen Worten ermahnst: „Gott, du hast bei deinem geliebten Sohn zweimal geschworen, dass ich beten soll und erhört werden soll. Auf diese Verheißung, die du durch den Mund deines Sohnes zugesagt hast, komme ich und bete“. Und dies ist das Fundament des Gebets.

Martin Luther

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