An seiner Krippe

Es gibt wohl kaum ein schöneres, reicheres, anrührenderes Lied zum Wunder und Geheimnis der Weihnacht als „Ich steh an deiner Krippen hier“ mit dem Text von Paul Gerhardt und in der Vertonung von Johann Sebastian Bach (die wiederum auf eine … Weiterlesen →

Ein Gott, der mich sieht

„Du bist ein Gott, der mich sieht.“ (1. Mose 16,13) Mit Statusmeldungen auf Facebook, Blogeinträgen etc. wollen wir oftmals nicht nur Informationen weitergeben, sondern gesehen werden. Ich bilde da keine Ausnahme. Gesehen, wahrgenommen zu werden, ist unabdingbare Lebensgrundlage eines jeden … Weiterlesen →

Vielleicht ist es unser Stolz und unser altes Problem der Isolation von dem Leben und der Liebe, dass wir das Thema der Sünde – und damit unweigerlich auch das der Vergebung – lieber zurückstellen. Denn wir wollen Vergebung, weil wir vergessen wollen; Gott aber vergibt uns, damit wir uns erinnern: wie sehr er uns beschenkt, indem er uns bedingungslos annimmt, wie wenig wir uns von den anderen unterscheiden, die wir sonst so leicht verurteilen, und wie weit unsere Vorstellung von uns selbst von der Wirklichkeit entfernt ist. So wird uns unsere Schuld gerade nicht vergeben, damit wir wieder ganz die Alten sein können, sondern damit wir Gott, den anderen und uns selbst neu und anders begegnen. Der Sinn der Vergebung liegt nämlich nicht darin, dass wir wieder besser dastehen, sondern dass wir Gott gegenüber dankbarer, anderen gegenüber barmherziger und uns selbst gegenüber wahrhaftiger werden.

Hans-Joachim Eckstein, in: J. Thomas Hörnig: Apostolicum. Tübinger Predigten

Warum sehnen wir uns ausschließlich nach einem leichten und unbeschwerten Leben, wenn das, was uns so wertvoll macht, in einem verletzlichen und tiefgründigen, in einem lebendig gelebten Leben liegt?

Hans-Joachim Eckstein

In der Gemeinde des Pastors und Bloggerkollegen Walter Faerber wurden vor einem knappen Monat vier Kinder von ihrem eigenen Vater getötet. Jetzt hat er die bewegende Ansprache vom Trauergottesdienst in seinem Blog veröffentlicht.

Ich wünschte, wir könnten jeder schrecklichen Schlagzeile, mit der wir uns im Laufe eines Tages konfrontiert sehen und die uns scheinbar ohnmächtig zurücklässt, mit einer solchen Predigt begegnen. Denn, wie Walter Faerber darin sagt:

Wir sind nicht ohnmächtig. Wir können nicht ungeschehen machen, was passiert ist, aber wir sind nicht ohnmächtig. Wir können alle ein großes oder kleines Zeichen aufrichten gegen die Mächte der Zerstörung und des Todes. Keinem von uns ist die Kraft Gottes fern, sein Leben, seine Liebe. Überall in der Welt wartet sie darauf, dass wir sie wahrnehmen, uns für sie öffnen und aus ihr leben.

Wir sind nicht ohnmächtig