Wer es gestern versäumt hat, eine Christvesper oder -mette zu besuchen, weil mal wieder der Weihnachtsbaum gebrannt hat, die Gans verkohlt ist etc., oder aber wer einen solchen Gottesdienst zwar besucht hat, in Gedanken aber doch bei Baum, Gans … hängengeblieben ist, dem sei hier die gelungene Predigt zu Heiligabend von Pfarrer und Bloggerkollege Daniel Renz zum Nachlesen ans Herz gelegt.

Er beschäftigt sich darin mit Jesu Stammbaum, wie er im ersten Kapitel des Matthäusevangeliums überliefert ist. Und der hat es – so langatmig und unspektakulär er zunächst daherkommt – in sich. So sehr, dass sich darin im Kern bereits die ganze frohe Botschaft entdecken und zur Ermutigung werden lässt:

Sagen wir doch diesem Jesus, was uns wehtut. Wer uns verletzt hat. Wo wir andere verletzt haben. Bitten wir ihn, dass er es hell macht. Heil und weit. Er hört es. Dafür ist er Mensch geworden. Ganz und gar. Mit Haut und Haaren. Er ist der Gott an unserer Seite.

Jesus – Gott an unserer Seite

In der Gemeinde des Pastors und Bloggerkollegen Walter Faerber wurden vor einem knappen Monat vier Kinder von ihrem eigenen Vater getötet. Jetzt hat er die bewegende Ansprache vom Trauergottesdienst in seinem Blog veröffentlicht.

Ich wünschte, wir könnten jeder schrecklichen Schlagzeile, mit der wir uns im Laufe eines Tages konfrontiert sehen und die uns scheinbar ohnmächtig zurücklässt, mit einer solchen Predigt begegnen. Denn, wie Walter Faerber darin sagt:

Wir sind nicht ohnmächtig. Wir können nicht ungeschehen machen, was passiert ist, aber wir sind nicht ohnmächtig. Wir können alle ein großes oder kleines Zeichen aufrichten gegen die Mächte der Zerstörung und des Todes. Keinem von uns ist die Kraft Gottes fern, sein Leben, seine Liebe. Überall in der Welt wartet sie darauf, dass wir sie wahrnehmen, uns für sie öffnen und aus ihr leben.

Wir sind nicht ohnmächtig